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Programmhinweise zu den Veranstaltungen

4. Oktober 2019


Lesung/ Vortrag „Antisemitismus im Fußball ins Abseits“ von Florian Schubert


Die beliebteste Sportart in Deutschland - ein Ort für Antisemitismus und Diskriminierung.
Fußball wird von Millionen von Menschen in Deutschland gespielt, von noch mehr Fans im Stadion oder am Bildschirm verfolgt. Fußball ist ein kulturelles Ereignis - und gleichzeitig ein Bereich, in dem Diskriminierung und besonders Antisemitismus noch immer gegenwärtig sind, so der Autor Florian Schubert. Mit antisemitischen Stereotypen werden seit jeher gegnerische Spieler, Fans und auch Schiedsrichter diskreditiert, unabhängig davon, ob es sich um Juden handelt oder nicht.
Florian Schubert eruiert, in welcher Form und in welchen Kontexten Antisemitismus im Fußball seit den 1980er Jahren in der BRD und in der DDR auftaucht und wie er fußballintern bewertet wird. Er untersucht die Funktion antisemitischen Verhaltens bei Fans, Spielern und Vereinsverantwortlichen - von Nationalmannschaft und DFB bis hin zu regionalen Vereinen. Am Ende steht die Frage, ob das Stadion in Bezug auf diskriminierendes Verhalten eine Sonderstellung einnimmt oder als Brennglas gesellschaftlicher Phänomene gesehen werden kann.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der KulturUhle. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

6. Oktober 2019


Stadtrundgang „1938 nur damit es jeder weiß“


„Unsere Heimat, unsere Liebe, in den Farben blau und weiß, 1848 nur damit es jeder weiß“ - dieser Fangesang erklingt an jedem Heimspieltag aus Tausenden Kehlen im Ruhrstadion. Nur die wenigsten Bochumerinnen und Bochumer wissen jedoch, dass der VfL erst 90 Jahre nach dem Jahr 1848 gegründet wurde – und zwar am 14. April 1938, auf Bestreben der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (NSDAP).
Bochum war die Hauptstadt des Gaues Westfalen-Süd mit immerhin 2,5 Millionen Einwohnern. Hier herrschten Gewalt und Terror von 1933 bis 1945. Menschen wurden von unserer Stadt aus in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Widerständler, Oppositionelle, Geistliche und Zwangsarbeiter wurden hier ermordet.
Über zahlreiche Einzelschicksale, Fußball im Nationalsozialismus und die Rolle Bochums im NS-Machtapparat berichten die Mitglieder der AG Erinnerungsorte Bochum „1938 nur damit es jeder weiß“ auf dem gleichnamigen Stadtrundgang. In 90 Minuten inklusive Nachspielzeit legen die Teilnehmenden beginnend an dem Marathontor des Ruhrstadions, über das erinnerungskulturelle Zentrum der Stadt um den Dr. Ruer Platz, vier Kilometer bis zur letzten Station des Rundgangs, Bochum einzigem authentischen Erinnerungsort, dem Nordbahnhof, zurück.
Treffpunkt ist um 11:00 Uhr am Marathontor des Ruhrstadions. Anmeldungen erfolgen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

9. Oktober 2019


Themenabend der AG Erinnerungsorte Bochum „1938 nur damit es jeder weiß“


Die AG Erinnerungsorte Bochum „1938 nur damit es jeder weiß“ wurde im November 2015 auch als Reaktion auf den gesellschaftlichen Rechtsruck gegründet. Ihr Ziel ist es, mittels Geschichtsbewusstsein gegen rechten Populismus zu immunisieren. Die Verbindung von Fußball- und Erinnerungskultur erwies sich hier von Beginn an als ein geeignetes Instrument. Ereignisse wie die in Chemnitz zeigen, wie sehr der Fußball Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen und Tendenzen sein kann - und wieviel Gesellschaft auch im Fußball steckt.
Im November des letzten Jahres wurde die Erinnerungsarbeit des Fanprojekts, zu der insbesondere die Koordination dieser Arbeitsgruppe gehört, vom DFB mit dem Julius Hirsch-Preis ausgezeichnet. Die AG veröffentlichte zum 80. Geburtstag des VfL Bochum 1848 eine Broschüre, die sich mit der Geschichte des Vereins und der Stadt im Nationalsozialismus beschäftigt. Wann wurde der VfL gegründet, welche Rolle spielte die Gauhauptstadt Bochum im NS-Machtapparat, was steckt hinter der Geschichte um die Bochumer Fußballmeister aus dem Jahr 1938? Diese Fragen werden in dieser Broschüre sowie auf den Stadtrundgängen der AG beantwortet. Am 6. Oktober erscheint die Neuauflage der Broschüre. Diese wird am 9. Oktober ab 19:38 in der KulturUhle vorgestellt. Sie widmet sich insbesondere der Bochumer Familie Gottschalk, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurde. An dem Themenabend wird das Schicksal dieser Familie sowie weiterer Gegner und Opfer des Nationalsozialismus, wie etwa des jüdischen Metzgers Jacob Meyer, vorgestellt. Moderator und Stadionsprecher Ansgar Borgmann wird die Besuchenden durch den Abend führen. Unter anderem steht ihm als Gesprächspartner der Bochumer Künstler Marcus Kiel, der beeindruckende Erinnerungsorte in Bochum geschaffen hat, zur Verfügung.
Die Veranstaltung beginnt um 19:38 Uhr in der KulturUhle. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

 

10. Oktober 2019


Lesung „VfL Bochum. Fußballfibel“ von Fabian Budde


Der VfL Bochum kann trotz einiger Auf und Abs auf eine treue Fangemeinde zählen. Einer von ihnen hat sich drangesetzt, und die Geschichte des VfL aufgearbeitet. Dabei lag sein Hauptaugenmerk auf den letzten 20 Jahren, die er selbst aktiv miterlebte. So hat die VfL Bochum-Ausgabe aus der Reihe der Fußballfibeln auch dadurch eine persönliche Note. Fabian Budde liest am 10. Oktober 2019 erstmals aus seinem Machwerk und steht auch rund um die Lesung gerne für Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns euch auf einem hoffentlich unterhaltsamen Abend begrüßen zu dürfen.
Die Veranstaltung beginnt um 18:48 Uhr in der KulturUhle. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

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