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Vom 17.10. bis zum 20.10.2011 gastierte die Ausstellung "Tatort Stadion II" erfolgreich in der Fangastronomie "8zehn48" des VfL Bochum 1848.

2001 wurde die Ausstellung „Tatort Stadion “ vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisierte.

Seitdem hat sich viel getan. Diskriminierung wird von vielen Vereinen und Fans mittlerweile als Problem wahrgenommen und angegangen. Dennoch werden in deutschen Stadien nach wie vor allwöchentlich AusländerInnen beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Frauen haben es im Männersport Fußball weiterhin schwer akzeptiert zu werden.

Die von BAFF komplett überarbeitete Ausstellung „Tatort Stadion II“ will informieren – sowohl über alltägliche Diskriminierung und Aktivitäten von Neonazis, als auch darüber, was Fans dagegen tun.

 

Über die ganze Woche verteilt fanden neben offener Besichtigungen der Ausstellung, auch Führungen mit und für Schulklassen statt. Diese wurden von kompetenten FanprojektmitarbeiterInnen informativ durch die Ausstellung geführt.

Begleitet wurde die Ausstellung durch themenbezogene Abendveranstaltungen. Zum einen gab es eine Podiumsdiskussion, bei der Vertreter des VfL Bochum 1848, Vertreter der Ultras Bochum sowie der Fanszene und Dirk Michalowski zum Thema "Fußball zwischen Kommerzialisierung und Fankultur" im Diskurs standen.
Zum anderen wurde am Mittwochabend ein Inputreferat zum Thema "Der Ball ist bunt! Integration und/durch Fußball" vom  Fan-Soziologen Gerd Dembowski vorgetragen, welches durch eine anschließende Podiumsdiskussion mit Mimoun Azaouagh, A. Richter (Leiter Nachwuchsabteilung VfL Bochum 1848),  M. Lichtenecker (Fußball- und Leichtathlethikverband Westfalen) und Jürgen Wolf (Jugendamt Stadt Bochum) abgerundet wurde.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Ausstellung ein voller Erfolg war. Aufgrund der positiven Resonanz wird ein Ausbau des kulturellen Angebots des Fanprojektes angestrebt.

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